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(Unterwassersportabteilung im TV 1875) |
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Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Paderborn |
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Padertaucher bilden sich biologisch
„Das es in unserem Habichtsee so vor Leben wimmelt, hätte ich nicht gedacht“, so ein erstaunter Anwohner, der beim Blick durch das Mikroskop gleich eine ganze Vielzahl von Kleinstlebewesen entdecken konnte. Auch Dr. Peter van Treek, Biologe und Limnologe von der Universität Essen ist sich sicher: „Dieses Biotop ist trotz der geringen Größe vollkommen intakt“. Doch bei der biologischen Untersuchung des Gewässers stießen die Paderborner Taucher auch auf Arten, die in unseren Breitengraden eigentlich nicht heimisch sind: Rotwangenschildkröten. „Die Tiere wurden mit Sicherheit ausgesetzt, und nun ist ihre Vermehrung kaum mehr zu bremsen“, so Peter van Treek. „Im letzten Jahr gab es im See sogar Piranhas“, erklärt Franz Schröder, Vorsitzender des Sportangelvereins Schloß Neuhaus, doch die hätten den kalten Winter nicht überlebt. „Fremde Arten in einheimischen Gewässern sind mittlerweile eine erstzunehmende Bedrohung“, klärt Markus Paster, Experte für Gewässergüte und Geschäftsführer der Firma Limares. So habe der amerikanische Kamberkrebs den europäischen Edelkrebs nahezu flächendeckend bereits verdrängt.
Neben einer reichhaltigen Flora und Fauna mussten die Padertaucher auch andere Dinge entdecken, die in einem See nichts zu suchen haben. „Die Verschmutzung des Sees durch Müll ist enorm. Besonders betroffen ist der Bereich der Sanddühne, die in den Sommermonaten häufig und unerlaubt als Badestrand genutzt wird“, so Dirk Rellecke, Organisator bei den Padertauchern. Neben Flaschen und Verpackungsmüll liegen ganze Bettgestelle, Radkappen und Fahrräder im See. Zusammen mit dem Sportangelverein wird bei den Tauchern der Unterwassersportabteilung nun über eine Seereinigung nachgedacht. „Als Sporttaucher übernehmen wir einen aktiven Beitrag für der Umweltschutz“, so Dr. Hans-Gerd Schäfers, Abteilungsleiter der Unterwassersportabteilung, dazu gehöre es auch, zu wissen, was den Tauchern unter Wasser begegne und wie dies zu deuten sei. Das Badeverbot im Habichtsee sei nicht nur aus rechtlichen Gründen notwendig“, so das Ergebnis des Untersuchungstages, auch aus ökologischen Gründen sollte ein intaktes Gewässer nur wenig durch Schwimmer und Seegäste belastet werden, um es dauerhaft zu erhalten.
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Autor: dire
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Artikel
vom 18.04.2005, 07:27 Uhr
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