Um ihren Verbleib in der Schwabenliga II auf jeden Fall zu sichern, hätte die erste Mannschaft des Schachclub Lechhausen einen Sieg gegen den GSV Friedberg benötigt. Nach hartem Kampf sprang jedoch nur ein 4:4 Unentschieden heraus.
Turniersenior Hannes Riebel erwischte es auf Lechhauser Seite als ersten. Nach einem frühzeitigen Figurenverlust gab er die hoffnungslos stehende Partie auf. Josef Oberpriller, dem in dieser Saison einfach so gut wie nichts gelang, und Konrad Bumes, der auch in diesmal seine Schwierigkeiten mit der Zeiteinteilung nicht in den Griff bekam, mußten ebenfalls ihre Punkte abliefern.
Eine starke Vorstellung boten hingegen Igor Tokarev (Remis), der trotz stärkster Gegner am Spitzenbrett eine hervorragende Saison gespielt hat, und Niklas Hedlund, der seine Partie durch eine hübsche Kombination mit Turmgewinn krönte. Mittels eines Figurenopfers leitete Vitali Ehrlich einen durchschlagenden Angriff ein und sicherte dem SCL einen weiteren Punkt. Eine komplizierte Partie legten Gerd Leidigkeit und sein Gegenüber Stefan Fischer aufs Brett. Der Lechhauser behielt jedoch die Übersicht und konnte mit einem vollen Punktgewinn abschließen.
Um ein Haar hätte Lechhausen das Match sogar noch verloren, denn Josef Zunic stand in einem Turmendspiel mit Minusbauern überaus schlecht. Zur allgemeinen Verblüffung jedoch gelang es ihm noch, ein Unentschieden zu erkämpfen.
Die Mannschaft nimmt nun zwar zusammen mit dem GSV Friedberg den fünften Tabellenrang ein. Da sie aber am letzten Spieltag im April spielfrei ist und deshalb tatenlos zuschauen muß, ist noch das Abrutschen auf einen der Abstiegsplätze möglich. Das große Zittern ist also angesagt.
GSV Friedberg - SC Lechhausen 4,0 - 4,0
Bendel, Ralf - Tokarev, Igor ½ - ½ Weigl, Gerald - Hedlund, Niklas 0 - 1 Baierlein, Martin - Oberpriller, Josef 1 - 0 Pfitzmeier, Martin - Zunic, Josef ½ - ½ Göllner, Kurt - Erlich, Vitali 0 - 1 Fischer, Stefan - Leidigkeit, Gerd 0 - 1 Bretthauer, Dirk - Bumes, Konrad 1 - 0 Kessler, Helmut Riebel, Johann 1 - 0